Julian Weber (USC Mainz) zeigte sich sichtlich enttäuscht von seinem Auftritt bei der WM. Mit vielen starken Würfen in diesem Jahr und mit mehrfach verbesserter Jahresbestleistung, die am Ende bei 91,51 Metern stand, konnte der 31-Jährige sein Potential nicht abrufen. Auf 86,11 Meter kam sein weitester Wurf in Tokio – das bedeutete Platz fünf in einem Wettbewerb bei dem Gold an Keshorn Walcott (Trinidad & Tobago) mit 88,16 Metern ging. So ging Weber erneut medaillenlos aus einer Weltmeisterschaft. Der überragende Werfer in diesem Jahr hatte kurz vor der WM mit einem Infekt zu kämpfen gehabt – sicher mit ein Grund, warum es in Tokio nicht zu Edelmetall gereicht hat.
Sophia Junk (LG Rhein-Wied) hatte sich vorgenommen, im WM-Halbfinale noch ein bisschen schneller zu laufen als im Vorlauf. Dieses Unterfangen gelang: In 22,71 Sekunden wurde sie Fünfte in ihrem Lauf und Dreizehnte von allen Halbfinalistinnen. Auch wenn es nicht für das Finale reichte, hat sich Junk bei dieser Meisterschaft bereits stark präsentiert, und für sie sind die Wettbewerbe in Tokio noch nicht zu Ende: Am Samstag ist sie für die DLV-Staffel im Einsatz und hat hier die Chance auf das Finale am Sonntag.
Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) machte ein starkes Rennen über 800 Meter. In guter Position lag sie lange mit an der Spitze und sah auch zuletzt noch souverän aus. Doch die entscheidenden Körner fehlten am Ende, so dass die 25-Jährige übersprintet wurde und als Vierte das Ziel erreichte. Platz drei wäre für die direkte Qualifikation für das Halbfinale nötig gewesen, und leider reichte auch die Zeit von 2:00,64 Sekunden nicht für ein kleines q.