Sophia Junk hat sich über die Jahre als verlässliches Mitglied der DLV-Staffel etabliert, u.a. als Teil des Teams, das schon bei Olympischen Spielen in Paris Bronze gewinnen konnte. Damals konnte sie den Finallauf nicht bestreiten, sondern kam nur im Vorlauf zum Einsatz. Bei der WM in Tokio nun war Junk auch im Finale dabei und machte den deutschen Erfolg möglich. Sie kam in Vor-, wie auch im Endlauf auf der dritten Position zum Einsatz und zeigte in beiden Rennen eine tadellose Leistung sowohl bei den Wechseln, als auch beim Lauf.
Die Zeit von 41,86 Sekunden im Vorlauf zeigte schon, dass die Chance auf eine Medaille gegeben ist – auch wenn die Konkurrenz stark ist. Das Finale am Sonntag zum Abschluss der WM fand dann unter widrigen Wetterbedingungen statt – strömender Regen setzte das komplette Stadion unter Wasser. Dies war für das deutsche Quartett jedoch kein Hindernis, ein Top-Rennen abzuliefern: Sina Mayer, Rebecca Haase, Sophia Junk und Gina Lückenkemper brachten den Staffelstab nach nur 41,87 Sekunden sicher ins Ziel und lagen damit nur knapp hinter den Siegerinnen aus den USA (41,75 sec) und den Vizemeisterinnen aus Jamaica (41,79 sec). Junk konnte mit dem Medaillengewinn in Tokio ein hervorragendes Jahr zu einem krönenden Abschluss bringen: Nach gesteigerten Bestleistungen über 100 und 200 Meter, einem erfolgreichen Auftritt über 200 Meter bei der WM ist die Medaille mit der Staffel ein weiterer wichtiger Meilenstein ihrer Karriere.