Für Niklas Kaul vom USC Mainz war der Zehnkampf bei der Leichtathletik-WM 2025 in Tokio ein Wettkampf mit Höhen und Tiefen – und am Ende ein starker Platz, aber kein Medaillengewinn. Den ersten Tag absolvierte er mit größtenteils stabilen Leistungen. Über 100 Meter erreichte er 11,34 Sekunden, im Weitsprung sortierte er ich mit 7,21 Metern im Mittelfeld ein. Im Kugelstoßen waren die 14,58 Meter eine ansprechende Weite für Kaul. Ersten Grund zur Freude lieferte der Hochsprung: Hier schaffte der 27-Jährige 2,05 Meter. Richtig schnell, mit 48,13 Sekunden, schloss er den ersten Tag im 400-Meter-Wettbewerb ab. Mit diesen Punkten sortierte er sich nach der Hälfte der Disziplinen in den Top-8 ein.
Motiviert und stark ging es in Tag zwei: Mit 14,45 Sekunden über die 110 Meter Hürden konnte der Weltmeister von 2019 wichtige Punkte machen. Im Diskuswurf kam er auf 47,29 Meter. Etwas enttäuschend dann der Stabhochsprung – hier waren seine 4,70 Meter im Vergleich zur Konkurrenz eher schwach. Glänzen konnte Kaul dann mit dem Speer: An seine Weite von 78,19 Metern kam kein anderer Zehnkämpfer nur annähernd heran. So lag Kaul nach neun Disziplinen auf Platz vier – wobei zu den Medaillenplätzen ein recht großer Abstand blieb. Mit einem starken Lauf über 1500 Meter in 4:20,76 Minuten kam er als Dritter ins Ziel und behauptete den vierten Rang in der Gesamtwertung.
WM-Gold ging an Leo Neugebauer (VfB Stattgart; 8804 Punkte), Silber an Ayden Owens-Delerme (Puerto Rico; 8784 Punkte) und Bronze an Kyle Garland (USA; 8703 Punkte). Kaul hat sich in diesem Jahr – nach seinem Auftritt in Götzis und bei der WM – wieder ganz vorne bei der Zehnkampf-Elite eingeordnet. Das ist eine gute Grundlage für die Herausforderung im nächsten Jahr. Die Norm für die EM in Birmingham hat Kaul bereits abgehakt.