Masters triumphieren auf internationalem Parkett

Ob Rekorde, Comebacks oder Medaillenfluten: Die Masters-Athletinnen und -Athleten des LVRR setzten 2025 bei internationalen Meisterschaften eindrucksvolle sportliche Ausrufezeichen.

Der 82-jährige Friedhelm Adorf (LG Rhein-Wied), der sicherlich einer der erfolgsverwöhntesten Athleten im LVRR ist, übertraf sich 2025 selbst. Bei den Masters-Europameisterschaften auf der portugiesischen Insel Madeira ging er sechs Mal an den Start – und holte sechs Mal den Titel (Foto: privat).

Friedhelm Adorf (LG Rhein-Wied), der sicherlich einer der erfolgsverwöhntesten Athleten im LVRR ist, übertraf sich 2025 selbst. Bei den Masters-Europameisterschaften auf der portugiesischen Insel Madeira ging er sechs Mal an den Start – und holte sechs Mal den Titel. Der 82-Jährige ist auf den Sprintdistanzen zuhause. Er gewann alle drei flachen Sprint-Disziplinen in der M80 (100m: 15,01 sec; 200m: 30,15sec; 400m: 1:15,41min). Zusätzlich holte er Gold mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel in der M70 (4:33,00min), mit der mixed Staffel über 4x400 (6:17,84min) sowie mit der 4x100-Meter-Staffel in der M75+ (57,85sec). Im Sommer hatte er mit einem besonderen Rennen auf sich aufmerksam gemacht: Bei den offenen NRW-Meisterschaften setzte Adorf über 200 Meter einen neuen M80-Europarekord von 29,78 Sekunden. Sein Ausnahme-Jahr hatte schon im Frühjahr begonnen, als er die Reise in die USA zu den Masters-Hallen-Weltmeisterschaften in Gainesville (Florida) auf sich nahm. Der M80-Athlet siegte hier über 400 Meter in 1:12,24 Minuten. Zuvor hatte er über 60 Meter in 9,18 Sekunden und über 200 Meter in 29,71 Sekunden die Silbermedaille geholt. Zum Abschluss der WM kam er in der deutschen mixed Staffel M/W70 und älter zum Einsatz und wurde hier Vizeweltmeister in 2:12,67 Minuten.

Auch Mareike Metz (Post-Sportverein Trier) hatte ein starkes Wettkampfjahr, das von Bestleistungen und zahlreichen Medaillen gekrönt war. Auch sie war bei der WM in Florida dabei. Die W40-Athletin brachte vier Medaillen nach Hause: Los ging es für sie mit dem Vizeweltmeisterinnentitel im Kugelstoßen mit einer Weite von 12,64 Metern. Im Diskuswurf wurde sie Dritte mit 33,76 Metern. Die Goldmedaille sicherte sich Metz am Ende der WM: Mit starken 39,16 Metern ließ sie die komplette Speerwurf-Konkurrenz hinter sich. Mit der deutschen gemischten Staffel über 4x200 Meter sprintete Metz in 1:45,75 Minuten noch zu einer weiteren Bronzemedaille. Ihren Erfolgskurs setzte Metz im Oktober auf Madeira fort. Bei der EM sicherte sie sich zwei Silbermedaillen: Zunächst sicherte sie sich den Vizetitel im Speerwurf (38,36m), dann schaffe sie auch im Kugelstoßen die zweitbeste Weite der kontinentalen Konkurrenz (12,89m).

Nach langwieriger Verletzungspause kämpft sich Jennifer Gartmann (LG Westerwald) 2025 langsam zu alter Stärke zurück. Während sie die Hallensaison noch ausfallen lassen musste, und sie auch bei den Deutschen Meisterschaften noch nicht voll einsatzfähig war, konnte sie bei der spät in der Saison gelegenen EM auf Madeira wieder mehrfach an den Start gehen und sogar einen Sieg einfahren: Gartmann gewann über 400 Meter Hürden in der Altersklasse W45 in 1:09,21 Minuten einen weiteren Europameisterinnentitel. Auch Markus Paquée (LG Rhein-Wied) nahm beide internationalen Höhepunkte des Jahres mit und sicherte sich in den USA ebenso wie in Portugal Medaillen. Bei der Hallen WM wurde er im 60-Meter-Hürdenlauf der M50 Zweiter in 8,80 Sekunden und mit dem Speer holte er eine zweite Silbermedaille mit erzielten 50,96 Metern. Bei der EM ließ Paquée den dritten Vizetitel folgen: Hier erreichte er in 14,27 Sekunden den zweiten Platz im Hürden-Finale.

Für Jürgen Freymuth (LG Meulenwald Föhren) ging es bei der EM ans Medaillensammeln. In der M75 kam er in 31,39 Sekunden auf den Bronzerang. Sein Einsatz für die DLV-Staffeln verhalfen ihm zu zwei Goldmedaillen: Die 4x100-Meter-Staffel der M75+ sprintete in 57,85 Sekunden zum Titel, tags darauf folgte der Sieg mit der M75+-Staffel über 4x400 Meter (5:04,40min). Im Bahngehen der W50 trat Nicole Hörl (Diezer TSK Oranien) bei der EM an. Sie wurde Dritte in 28:35,99 Minuten. Irene Klaas-Gundel (LG Meulenwald Föhren) fuhr bei der EM drei Mannschaftserfolge ein. In der Teamwertung kam sie mit den deutschen Läuferinnen der W70+ zu Gold im Halbmarathon sowie zu Silber im Cross und über 10 Kilometer. Bei der Masters-Berglauf/Trail-EM auf Sizilien war Elisabeth Springer (TV 1867 Bad Sobernheim) am Start. Sie holte im Berglauf der W75 eine Bronzemedaille.