Julian Weber (USC Mainz) ist im Speerwurf aktuell auf Platz eins der Europäischen Bestenliste und kann entsprechend zuversichtlich in die EM starten. 2022 war er in München Europameister geworden, 2024 gab es Silber für Weber. Im Hindernislauf hat der LVRR zwei Eisen im Feuer: Gesa Krause und Olivia Gürth (beide Silvesterlauf Trier) wurden für die Meisterschaften nominiert. Krause hat bereits zweimal EM-Gold gewonnen, zuletzt wurde sie 2024 in Rom Vizemeisterin. Nachem sie sich in diesem Jahr schon extrem stark präsentiert hat, ist Krause in Birmingham als Titelanwärterin zu sehen. Gürth war 2023 die U23-Europameisterin und kam in Rom vor zwei Jahren ins Finale. In diesem Jahr darf sie als Sechstbeste der Jahresbestenliste noch ambitionierter ins Rennen gehen.
Im Zehnkampf ist Niklas Kaul (USC Mainz) heißer Anwärter auf eine der Medaillen. Er hat bereits im Mai einen starken Zehnkampf gezeigt. 2022 gelang Kaul schon einmal ein EM-Sieg. Bei der Letzten EM musste er sich mit Rang vier zufriedengeben. Ein starkes Duo wurde für die 200 Meter nominiert: Während Sophia Junk (LG Rhein-Wied) Routinier bei internationaen Meisterschaften ist, ist es für Senkrechtstarterin Judith Bilepo Mokobe (USC Mainz) die erste Aktiven-EM. Erst im vergangenen Jahr hat die 19-Jährige Gold bei der U23-EM gewonnen. Für Junk steht auch ein Einsatz mit der Staffel im Raum. Nicht zuletzt mit der olympischen Bronzemedaille 2024 hat sie gezeigt, dass sie hier zuverlässig abliefert.
Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) wird über 800 Meter antreten. 2024 war sie auch schon bei der EM dabei und belegte Rang fünf. Für den Marathon war Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) bereits in der ersten Nominierungsrunde im Mai ins DLV-Team berufen worden. Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier) wurde am Freitag noch für das Deutsche Team nominiert. Für die 5000-Meter-Läuferin ist es das Debüt bei einer EM der Aktiven. Vergangenes Jahr hat sie Silber bei der U23-EM gewonnen.