Nervenstark geblieben, Speerwurf-Gold geholt

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Julian Weber (USC Mainz) wurde am Samstag Europameister im Speerwurf mit einer Top-Weite.

Julian Weber mit dem letzten Versuch zu Gold (Foto: Jan Papenfuss)

Mit 83,71 Metern im ersten Versuch nahm Weber gleich die Führungsposition ein. In den darauffolgenden Durchgängen versuchte der 31-Jährige den Vorsprung auszubauen. Doch es wollte ihm einfach nicht gelingen. Er hatte Schwierigkeiten beim Anlauf und fand nicht „den richtigen Rhythmus.“ Dennoch behielt er lange die Führung – bis sich im fünften Durchgang das Blatt wendete und sich Nick Thumm (VfB Stuttgart) mit 83,76 Metern knapp vor Weber schob.

Spätestens hier war für Weber klar, dass er noch was drauflegen muss. Im letzten Versuch zeigte er, dass er „auch ein mentales Biest sein kann,“ und ließ den Speer auf 90,40 Meter segeln. Sein Wurf wurde von Schreien der Erleichterung begleitet. Weber warf im Alexander-Stadium von Birmingham nicht nur zu seinem zweiten Europameistertitel, sondern sicherte sich auch den Meisterschaftsrekord.

Am Samstag war mit Sophia Junk (LG Rhein-Wied) eine weitere LVRR-Athletin im EM-Einsatz. Sie lief im Vorlauf zu den 4x100-Meter-Staffen auf Position drei. Während das Quartett in guter Position lag, zog sich Junk kurz vor dem Wechsel auf Gina Lückenkemper eine Verletzung im Oberschenkel zu, die sie bei der Übergabe aus dem Rhythmus brachte, so dass Lückenkemper den Stab nicht richtig zu fassen bekam. Damit verpasste das deutsche frauen-Team das EM-Finale und konnte sich die Medaillenhoffnungen nicht erfüllen.

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