Ein volles Programm erwartetet die zahlreich erschienenen Verbandsratsmitglieder. In seinem Bericht konnte LVRR-Präsident Klaus Lotz auf die vielfältigen Erfolge der Saison hinweisen, die bei der EM in Birmingham, aber auch bei der U20-WM in Eugene, den verschiedenen internationalen Masters-Meisterschaften sowie bei diversen DMs erzielt wurden. Im Verbandsgebiet konnten fast alle geplanten Meisterschaften erfolgreich ausgerichtet werden. Ein besonderes Highlight waren die Süddeutschen Meisterschaften im Juni. Auch im kommenden Jahr will sich der LVRR als Ausrichter wichtiger Meisterschaften weiter etablieren. Daher hat sich der Verband für die DM U23/U16 (9.-11.7.2027) beworben. „Eine Deutsche Meisterschaft im Stadion Oberwerth wäre für unseren Verband eine große Aufgabe, aber zugleich eine hervorragende Möglichkeit, den LVRR und die Leichtathletik in unserer Region bundesweit zu präsentieren“, begründet Lotz die Bewerbung.
Im Bereich Lehrwesen konnte der Verband erneut viele Lehrgänge und Fortbildungen anbieten und damit die Grundlage für hochwertiges Training in den Vereinen legen. Im Bereich Breitensport gab es erneut zahlreiche Laufveranstaltungen, die viele Läuferinnen und Läufer auf die Straße brachten. Der Laufabzeichenwettbewerb an den Schulen im Verband verzeichnete einen neuen Rekord. Neben der Fortführung und dem Ausbau von Bewährtem starteten in diesem Jahr auch einige Innovationen. „Wir versuchen, neue Wege zu gehen, zusätzliche Anreize zu schaffen und bestehende Strukturen sinnvoll weiterzuentwickeln“, formuliert Klaus Lotz die Zielsetzung des Verbands. Mit neuen Aktionen und Formaten wie der Wurfcup-Serie, dem KiLA-Cup, der in dieser Saison auf Koblenz ausgeweitet wurde und dem Versuch einer Crowdfunding-Aktion, kam der VRR diesem Anspruch nach.
In der Geschäftsführung hat es im Sommer eine Änderung gegeben: Achim Bersch ist nicht mehr für den LVRR tätig, weder im Ehrenamt noch im Hauptamt. Die Aufgaben der Geschäftsführung übernimmt derzeit auf Weisung des Präsidiums Jennifer Jüngling. In dieser Phase des Umbaus ist es „[unser Ziel], weiterhin eine verlässliche Anlaufstelle für unsere Vereine, Athletinnen und Athleten sowie alle ehrenamtlich Engagierten zu sein“, so Lotz. Auch im Präsidium stehen Änderungen bevor: Klaus Lotz möchte sich, wie bereits angekündigt, von seinem Amt vor Ablauf der Legislaturperiode zurückziehen. Mit Bernd Butter konnte dem Verbandsrat am Dienstag ein geeigneter Kandidat für die Nachfolge vorgestellt werden. Butter bringt jahrelange Erfahrung in der Verbandsarbeit mit. So ist er unter anderem im Präsidium des DJK-Sportverbandes als Vizepräsident Finanzen tätig. Die nächsten Monate wird Butter nutzen, um die Arbeit im LVRR besser kennenzulernen. Es ist geplant, Bernd Butter im Frühjahr dem Verbandsrat zur Wahl als kommissarischen Präsident vorzuschlagen bis zum Verbandstag 2029, an dem die Mitglieder einen neuen Präsident wählen.
In den Berichten aus den Kommissionen und aus den Regionen zeigte sich, dass an vielen Orten und in vielen Funktionen zahlreiche Menschen daran arbeiten, die Leichtathletik voranzubringen. Im Plenum wurden einzelne Aspekte ausführlicher diskutiert, wie zum Beispiel die Frage, wie sinnvoll mit Wettkämpfen bei großer Hitze umgegangen werden kann. Kai Mader, Beauftragter zum Schutz vor interpersoneller Gewalt, berichtete von den Fortschritten in der Erarbeitung eines umfassenden Schutzkonzeptes. Hierbei sind unter anderem die Jugendsprecher des Verbandes sehr engagiert. Ziel ist es, dass jeder Verein ein Schutzkonzept implementiert. Eine Zusammenarbeit mit den Sportbünden für entsprechende Schulungen etc. ist dazu sinnvoll.
Zum Schluss der Tagung wurde Jennifer Jüngling mit der Goldenen Ehrennadel des LVRR ausgezeichnet. Klaus Lotz danke ihr für „die große Treue und die hervorragende geleistete Arbeit,“ mit der Jüngling nicht nur als Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle, sondern auch in ihrem vielseitigen ehrenamtlichen Engagement die Leichtathletik fördert.